Publikationen

Platzer_Buch

Johann Georg Platzer: Der Farbenzauberer des Barock 1704-1761

Michael Krapf
im Kinsky editionen, 2014;
326 Seiten; 24×30 cm; Hardcover;
ISBN 978-3-85033-804-2

Einen gibt es im Großraum Tirol nach Michael Pacher und Paul Troger noch zu entdecken: Johann Georg Platzer (1704–1761). Geboren in Eppan an der Weinstraße in Südtirol und ausgebildet an der kaiserlichen Akademie in Wien, ist er ohne Zweifel der bedeutendste Vertreter des sogenannten Gesellschaftsstückes in Wien, sodass der Gelehrte Franz Christoph von Scheyb schreiben konnte: „Alle Mayländer wollen Cignani werden; Alle Augspurger Rugendas, die Wiener Gran und Schuppen, die Prager Prändl, Tyroler aber Platzer…“.

Neben dem Konversationsstück entstand seine vielfigurige religiöse wie profane Historienmalerei, seine völlig neuartigen Atelier-Bilder und Jahreszeiten-Zyklen sowie die angeblich so „leichte Muse“ wie Sittenbilder der Zeit von Unterhaltung, von Musik und Tanz im Salon wie im gepflegten Schlosspark. Da gerade auf dem Gebiet der profanen Historie vieles zerstört ist, was den Kaiser wie Reichs-Stil ausgemacht hat, ist zu hoffen, dass die Höchstleistungen eines Johann Georg Platzer auf diesem Gebiet wiederum in das Bewusstsein zurückgerufen werden können.

Mit opu­lenten Bildern und vielen Details gewährt diese erste um­fassende Mono­grafie des Malers einen über­zeu­gen­den Ein­blick in die male­ri­sche Raffi­nesse und die thema­tische Viel­fältig­keit dieses
Farben­zauberers.

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en face

en face: Künstler und Ambiente. Photographien aus 60 Jahren

Peter Baum
Böhlau Wien, 2014;
352 Seiten; 28×22 cm; Hardcover;
ISBN 978-3205795735

Es sind 60 Jahre, die Peter Baum als vielseitig interessierter Zeitzeuge des Kunstgeschehens mit dem Fotoapparat begleitet und jetzt im vorliegenden Bildband zu einem ebenso illustren wie anspruchsvollen Kompendium vereint hat. Die 240 Künstlerporträts und Live-Fotos internationaler Großereignisse wie der documenta in Kassel oder der Biennale in Venedig, aufgenommen in Schwarzweiß ebenso wie in Farbe, machen das neue, mit kurzen Texten versehene Buch des weithin bekannten, heuer 75 Jahre alt gewordenen Wiener Kunstschriftstellers, Museumsfachmannes und vielseitigen Kunstvermittlers zur anregenden, informativen Pflichtlektüre für Kunstfreunde mit Neugierde und gutem Auge.

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Wiener_Glaeser_web

Wiener Gläser. Österreichischer Werkbund, Köln 1914

Ernst Ploil
im Kinsky editionen, 2014;
195 Seiten; Hardcover;
ISBN 978-3-9503753-0-5

Einer der Schwerpunkte unserer Versteigerungstätigkeit ist der Jugendstil; und hier sind es seit unserer Gründung Glasobjekte, auf die sich unser besonderes Augenmerk richtet. Die Glasmanufaktur Johann Lötz Witwe stand dabei ebenso im Zentrum unseres Interesses, wie die Entwürfe namhafter Wiener Architekten wie etwa Josef Hoffmann, Dagobert Peche oder Arnold Nechansky.

Vor genau 100 Jahren fand in Köln eine Ausstellung der mitteleuropäischen Werkbundvereinigungen statt; Österreich beteiligte sich hieran mit einem von Hoffmann entworfenen und von zahlreichen seiner Schüler ausgestatteten Aus-stellungspavillon. Diese Künstler – acht an der Zahl – entwarfen auch eine Serie von Gläsern, die von der Glashütte Johann Lötz Witwe ausgeführt worden ist.

Diese Serie von außergewöhnlich seltenen, heute über die ganze Welt verstreuten Ziergläsern, über die bis vor kurzem nur Bruchstückhaftes bekannt war, hat der Autor des vierten von unserem Auktionshaus präsentierten Werkverzeichnisses erforscht, und so gut wie möglich auch bildlich zusammengetragen.

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Theodor von Hörmann 1840-1895 – Monographie mit Werkverzeichnis

Marianne Hussl-Hörmann, Matthias Boeckl, Andreas Narzt, Manfried Rauchensteiner, Marianne Rauchensteiner
Brandstätter Verlag, 2013;
370 Seiten; ca. 250 Farbabbildungen; 24×32 cm; Hardcover;
ISBN 978-3850337304

Theodor von Hörmann zählt zu den großen Einzelgängern der österreichischen Kunstgeschichte, die ungeachtet von Zeitströmungen und Moden ihrer eigenen Auffassung von Malerei kompromisslos gefolgt sind. Sein Werk zeichnet sich durch ein permanentes Suchen nach neuen Ausdrucksmöglichkeiten der Malerei aus, nach einem Erfassen der Wirklichkeit, die “richtig” sein muss, und durch eine für seine Zeit radikale Befreiung von Farbe. Zu Lebzeiten wenig anerkannt, galt er bald nach seinem Tod als der “einzige Impressionist” Österreichs und die jungen Secessionisten setzten seinen Namen über den Eingang ihres neuen Gebäudes.

Das vielfältige Œuvre wird im dritten Band der im Kinsky editionen neu aufgearbeitet und erstmals mit umfangreichem Bildmaterial publiziert. Intensive Quellenforschung liefert neue Erkenntnisse und verankert Hörmanns Biografie in das soziale und künstlerische Umfeld seiner Zeit. Eine kritische Analyse setzt sich mit dem zu wenig differenzierten Begriff “Impressionismus” auseinander und zeigt jene Impulse auf, die Hörmann der kurz nach seinem Tod einsetzenden Moderne gegeben hat.

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Franz Sedlacek 1891-1945 Monographie mit Werkverzeichnis

Gabriele SpindlerAndreas Strohhammer
Christian Brandstätter Verlag, 2011;
256 Seiten; ca. 150 Farbabb.; 24×32 cm; Hardcover;
ISBN 978-3-85033-540-9

Der Maler und Grafiker Franz Sedlacek zählt zu den bedeutendsten österreichischen Künstlern der Zwischenkriegszeit. Seine magisch-fantastischen Bildwelten – von skurrilen Wesen bevölkerte, groteske Szenen und stimmungsvolle, von der Kunst der Romantik inspirierte Landschaften – übten schon auf seine Zeitgenossen große Faszination aus.

Vor allem die Werke seiner reifen Schaffensphase zeichnen sich durch eine außerordent­liche malerische Perfektion aus. Eine penible Pinselführung und liebevoll ausgearbeitete

Details charakterisieren den Realismus Franz Sedlaceks, wenngleich sich seine Malweise nie im bloßen Abbilden der Wirklichkeit erschöpft.
Das erste Werkverzeichnis zu Franz Sedlacek gibt einen Überblick über die Fülle und Vielfalt seines eindrucksvollen malerischen Œuvres und berücksichtigt auch zahlreiche neu entdeckte und bislang unbekannte Gemälde des Künstlers. Die Monografie fokussiert unter anderem seine Doppelexistenz als Künstler und Chemiker am Technischen Museum in Wien und gewährt spezielle thematische Einblicke
in die Maltechnik des Künstlers sowie in die Rezeption seiner Arbeit.

 

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Rudolf von Alt. Die Ölgemälde

Marianne Hussl-Hörmann
Christian Brandstätter Verlag, 2011;
200 Seiten; ca. 200 Abb.; 24×32 cm; Hardcover;
ISBN 978-3-85033-533-1

Die neu gegründete Reihe der »im Kinsky editionen« widmet ihren ersten Band den Ölgemälden Rudolf von Alts. Dieses Œuvre des bedeutenden Aquarelllisten fand in der Literatur bisher nur wenig Beachtung und ist daher kaum bekannt.

Das vorliegende wissenschaftlich erarbeitete Werkverzeichnis vereinigt nun erstmals rund 150 zum Teil noch nie publizierte Ölgemälde aus nationalen und internationalen, öffentlichen und privaten Sammlungen und dokumentiert mit seltenem Archivmaterial die nicht mehr im Original vorhandenen Bilder. ­Ergänzt durch die jeweiligen Aquarellvorlagen wird dem Liebhaber und dem Kenner Rudolf von Alts viel Neues präsentiert. Namhafte ­Experten stellen die Gemälde in den Kontext seiner Zeit und seines künstlerischen Werdegangs, setzen sich mit dem Begriff »Realismus« in seiner ambivalenten Bedeutung auseinander und widmen sich erstmals auch den Sammlerpersönlichkeiten aus der Zeit des Malers.

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Das Mädchen mit dem Hut

Otto Hans Ressler
Böhlau Verlag, 2010; 133 Seiten;
10 farb. Abb.; 21×13,5 cm;
Gebunden mit Schutzumschlag;
ISBN 978-3-205-78508-8

Egon Schiele war eine geniale künstlerische Begabung. In seinen lange als Pornographie verkannten Bildern ging es ihm um die Darstellung der wahren Natur des Menschen mit all ihren seelischen Abgründen.
Im Spätwinter 1917 malte er ein junges Mädchen. Die Geschichte dieses Bildes scheint die von Schiele erschauten Abgründe nachzeichnen zu wollen – von einem Buchhändler, der in Auschwitz ermordet wird, zu einem Sammler, der 1938 aus Österreich fliehen muss, bis zur „Arisierung“ des Gemäldes und der Hinhaltetaktik des demokratischen Österreichs, geraubtes jüdisches Eigentum zurückzuerstatten.
Das Happy End, die Restitution und anschließende, Aufsehen erregende Auktion, hat einen Schönheitsfehler: Alles an dieser Geschichte ist wahr – aber Schiele hat dieses Bild nie gemalt: eine Parabel auf Kunst und Politik im 20. Jahrhundert.

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BaumCOVER

Texte und Photographien

Peter Baum
Böhlau Verlag, 2009; 224 Seiten;
200 Duplex-Abb.; 24×17 cm;
Gebunden mit Schutzumschlag;
ISBN 978-3-205-78335-0

In der europäischen Kunstszene ist er nun schon seit nahezu 50 Jahren mit einem ebenso vielseitigen wie effektiven Aktionsradius präsent: Peter Baum.
Zu schreiben begann er 1962 als Kunstkritiker, leitete mehrere Galerien in Wien, darunter die Galerie Schottenring, fungierte wiederholt als Biennalekommissar für Sao Paulo, Ljubljana und Cagnes-sur-Mer und war schließlich 30 erfolgreiche Jahre hindurch Direktor der Neuen Galerie der Stadt Linz bzw. Gründungsdirektor des entscheidend durch ihn geprägten LENTOS Kunstmuseums (1974 bis 2004).
Als Kurator des großartigen, erst vor kurzem eröffneten Privatmuseums des Industriellen Herbet W. Liaunig in Neuhaus/Suha, Kärnten, das Peter Baum von Beginn an museologisch begleitete, machte er erst kürzlich Schlagzeilen, für das Auktionshaus im Kinsky arbeitet der Wiener seit 2004 als Experte für zeitgenössische Kunst.
Baums 70. Geburtstag 2009 ist willkommener Anlass, jene beiden Berufsfelder in den Mittelpunkt der Aufmerksamkeit zu rücken, die entscheidend persönlichen Stil und Vorlieben des Kunstvermittlers prägen: Das Verfassen von Ausstellungsrezensionen, Katalogvorworten und Essays und seine photographischen Streifzüge in Ateliers, auf Biennalen, Kunstmessen und in Ausstellungen. Beides wurde für Peter Baum neben seiner Vortrags- und Vorlesungstätigkeit bzw. der Auswahl und Durchführung von 500 Ausstellungen zur Lebensaufgabe.

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K.erlebenCOVER

Künstler(er)leben.

Uzmann Monika, Eisenberger Harald
Leykam Buchverlag, 2008; 184 Seiten, gebunden mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-7011-7640-3

Man kennt sie, namhafte Künstler, vielfach ausgestellt in Galerien und Museen, kritisiert und besprochen in Kulturrubriken nationaler wie auch internationaler Zeitschriften. Sie haben Monika Uzman und Harald Eisenberger ihre Türen geöffnet, gestatteten ihnen Einblicke in ihre Ateliers, Werkstätten und manchmal sogar in ihre ganz privaten Wohnräume. In den Gesprächen erzählten sie, was sie inspiriert, wie sie arbeiten und wie die Kunst ihr Leben gestaltet oder ihr Leben die Kunst. Und sie ließen einen Blick hinter die Kulissen werfen und für einen Moment an ihrer Arbeit teilhaben. In „Künstler (er)leben“ sind diese einzigartigen Begegnungen  in einfühlsamen Worten und einprägsamen Bildern aufgezeichnet und lassen so auch den Leser, die Leserin Einblick nehmen in die faszinierende Welt der porträtierten Künstler. Eine kleine Auswahl: Alois Mosbacher – in einer ehemaligen Hinterhoffabrik, ein Raum mit hohen Fenstern und Stellwänden; Gabi Trinkaus – in einer lichtdurchfluteten Altbauwohnung, hoch über den Alleen der Praterstraße; Günther Brus – in seinem kleinen, eigens für seine Arbeit gebauten Ateliershäuschen, umgeben von grünen Wiesen; Peter Sengl – in seiner zentrumsnah gelegenen Fabriksetage der ehemaligen Wiener Werkstätten.

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wiewCOVER

Was ist es wert?

Otto Hans Ressler
Böhlau Verlag, 2005; 324 Seiten, zahlreiche SW-Abbildungen
ISBN 3-205-77285-7

Was ist es wert? Was kosten Bilder und Antiquitäten wirklich?

Otto Hans Ressler gibt einen Überblick über die aktuellen Preise der häufigsten Objekte am österreichischen Kunstmarkt, aus dem mittleren und, auch für Neueinsteiger unter den Sammlern, erschwinglichen Preissegment. Jedes Kapitel wird von einem Text eingeleitet, in dem die Entstehung und das soziale, wirtschaftliche und künstlerische Umfeld in leicht verständlicher Weise erläutert werden. Es folgt eine Serie von Abbildungen mit kurzen Beschreibungen der Bezeichnung, Entstehungszeit, Materialien und des Preisrahmens.

Abgeschlossen wird jedes Kapitel mit Sammlertipps: Worauf muss ich achten? Wie kann ich echt von falsch unterscheiden? Wie erkenne ich Ergänzungen, Schäden, Restaurierungen? Welche Auswirkungen haben sie auf den Preis?

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