Palais Daun-Kinsky

Palais Daun-Kinsky

Amisola Immobilien AG (Hg.)
334 Seiten, ca. 300 Abbildungen (großteils in Farbe)
Wien 2001, ISBN 3-901749-22-5

Unter den Wiener Barockpalästen nimmt das Palais Daun-Kinsky einen außerordentlichen Stellenwert ein. Es gilt als künstlerische Antwort von Johann Lukas von Hildebrandt auf seinen großen Rivalen Johann Bernhard Fischer von Erlach. Gleichzeitig mit der umfassenden Renovierung des Palais wurde ihm eine Dokumentation auf dem neuesten Erkenntnisstand gewidmet. Neben der Architektur gehören vor allem die mit der malerischen und plastischen Ausstattung des Palais verbundenen Fragen zu den Hauptthemen dieser Monographie. Auf verschiedentliche Funde gestützt, besteht nun über die ursprünglich im Hause befindlichen Werke prominenter neapolitanischer Maler erstmals Sicherheit, desgleichen über die für Freskomalereien engagierten Künstler Chiarini, Beduzzi und Carlone. Der Statuenzyklus im Stiegenhaus ist als bedeutendes Werk des Lorenzo Mattielli anzusehen. Die Plastiken an der Fassade stammen offenbar von Joseph Kracker. Planliche und bildliche Quellen ergänzen den Wissensstand zum Haus selbst. Reizvolle Interieurdarstellungen geben einen unmittelbaren Eindruck von der Lebenswelt und den in raschem Wandel begriffenen Ausstattungs- und Einrichtungsgewohnheiten. Ein eigener Beitrag gilt schließlich dem Bildhauer Rudolf Weyr, dessen "barocker" Deckenstuck dem Palais zuletzt wieder zu vereinheitlichender Geschlossenheit im Inneren verholfen hat. Ausführungen zur Gesamtinstandsetzung und Restaurierung des Palais sowohl aus Sicht der Denkmalpflege wie auch des planenden Architekten beschließen die weitgespannte Dokumentation, in die ein geschichtlicher Beitrag zu den eigentlichen Akteuren des Geschehens im Haus auf der Freyung einführt.

Autoren: W. Georg Rizzi (Präsident des Bundesdenkmalamts), Hellmut Lorenz (Univ. Wien), Wolfgang Prohaska (Kunsthistorisches Museum, Univ. Wien), Luigi A. Ronzoni, Andrea Stockhammer (Kunsthistorisches Museum), Claudia Wöhrer, Michael Göbl (Österreichisches Staatsarchiv), Georg Kugler (Kunsthistorisches Museum), Eva Maria Höhle (Bundesdenkmalamt), Wolfgang Brenner. Für die Buchgraphik des reich illustrierten Kunstbildbands war Johann Kräftner verantwortlich.

Format: 24 x 29 cm
Bindung: Echtleinen mit Schutzumschlag

 

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