Lötz - Böhmisches Glas 1880 bis 1940
Jan Mergl, Ernst Ploil, Helmut Ricke
Mit Beiträgen von Alena Adlerová, Wolfgang Hennig, Duna Panenková
Herausgeber:
Neue Galerie New York;
Museum for German and Austrian Art
Ernst Ploil, Wien;
Museum Kunst Palast, Düsseldorf;
Glasmuseum Hentrich
352 Seiten mit 661 Abbildungen, davon 508 farbig
Hatje Cantz Verlag 2003
Johann Lötz Witwe, die leistungsfähigste Kunstglasmanufaktur Böhmens im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, genoss internationale Beachtung. Ihren Erfolg begründete sie mit aufwändigen, Halbedelsteine imitierenden Farbgläsern. Weltgeltung erlangte die Firma jedoch durch ihre Jugendstilgläser, die sie - ausgehend vom Vorbild des Amerikaners Louis C. Tiffany - zu einer eigenständigen und vielseitigen Produktionslinie zu entwickeln vermochte. Lötz fand um die Jahrhundertwende zu zeitgemäßen Lösungen - intensive Kontakte zur Wiener Kunstszene, dem Glasverlags- Unternehmen E. Bakalowits Söhne, Wien, und damit verbunden dem Künstlerkreis um Josef Hoffmann und Koloman Moser spiegeln sich in der Eigenproduktion. Waren während dieses Zeitraums für die südböhmische Hütte metallisch irisierende Farbgläser besonders charakteristisch, so traten in der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg verstärkt farbige, miteinander kontrastierende Opalgläser und Künstlerentwürfe in Ätztechnik an deren Stelle.
Die vorliegende Werkmonografie präsentiert einen Querschnitt qualitativ hochwertiger Arbeiten der Manufaktur in zahlreichen brillanten Farbabbildungen, ergänzt durch einen umfangreichen wissenschaftlichen Anhang, darunter ein farbiger Katalog mit mehr als dreihundert durch Lötz entwickelten Dekortypen. Zusätzlich bietet eine beigefügte CD-ROM mit rund fünftausend Modellschnitten die Möglichkeit, sich ein umfassendes Bild von der Produktionsvielfalt der Hütte zu machen.


