PRESSE-INFORMATION
76. Kunstauktion: 1. & 2. Dezember 2009Hohe Qualität und eine breite Auswahl an seltenen, einmaligen und hochrangigen Werken der Klassischen Moderne, zeitgenössischen Kunst und des Jugendstils offeriert imKinsky in seiner Dezember Auktion allen Kunstliebhabern und solchen, die es noch werden wollen.
Für diese letzte Auktion des Jahres konnten 570 besonders erlesene Stücke, mit einer Schätzpreissumme von 4,2 bis 6,8 Millionen Euro akquiriert werden.
Klassische Moderne
Herbert Boeckls intensive Auseinandersetzung mit dem Porträt des Dominikanerpaters Diego Hanns Goetz führte zu dieser ausgewogenen Komposition des „Dominikaners“ (€ 150.000 – 250.000). Boeckls Bestreben nach einer Synthese expressionistischer und kubistischer Bildelemente, die hier beim Dominikaner in einer wunderbaren Balance zwischen Körper, Raum und Farbe gelang, zeichnen sein Spätwerk aus. Eine andere Art von Synthese entwickelte Wilhelm Thöny in seinen Landschaftsbildern, die in Frankreich entstanden. Die „Gebirgslandschaft in Südfrankreich“ (€ 30.000 – 60.000) ist von Licht durchflutet und kombiniert malerische und zeichnerische Elemente.
Als Maler der Frauen wurde Albert von Keller weithin bekannt. Er wählt Motive der Symbolisten um die elegante Damenwelt der Gründerzeit und Belle Epoque neu zu entdecken.
Die „Hexenver-brennung“ (€ 22.000 – 35.000) zeugt von der sinnlichen Leidenschaft seiner Frauenbilder.Auch bei drei Bildern Gustav Klimts sind Frauen das Motiv. Die „Dame im Pelz“ wird für € 20.000 – 30.000 angeboten.
Von internationaler Relevanz ist eine Zeichnung von Lyonel Feininger „Hafen II“ (€ 12.000 – 20.000) von 1917. Schiffe haben Feininger sein Leben lang beschäftigt und seine Phantasie beflügelt.
Mit Spannung wird man auch die Steigerung von Alfons Waldes „Nach der Messe“ (€ 15.000 – 25.000) und Oskar Mulleys „Berghof“ (€ 7.000 – 12.000) verfolgen können.
Daneben werden weitere hochwertige Bilder wie von Josef Dobrowsky die „Heuernte“ (€ 25.000 – 40.000), von Victor Tischler das „Damenporträt“ (€ 25.000 – 50.000) oder Alexander Rothaugs „Meeresnixen“ (€ 25.000 – 40.000) zum Mitbieten reizen.
Zeitgenössische Kunst
Das Toplos der zeitgenössischen Kunst wird zweifelsohne Maria Lassnigs „Spiegelbilder“ (€ 150.000 – 250.000) von 1987 sein. Der eigene Körper, die eigenen Empfindungen werden als Spiegel ihrer selbst auf die Bildebene projiziert. Durch andere Perspektiven erscheinen die Dinge in einem neuen Zusammenhang.Wolfgang Hollegha, einer der bedeutendsten abstrakten Maler Österreichs ist mit einem weiteren Toplos vertreten. „Ohne Titel“ (€ 40.000 – 70.000) entstand 2007 und zeichnet sich durch einen leichten und lockeren Auftrag der Farbflächen auf dem weißen Hintergrund aus. Hollegha geht immer von einem realen Gegenstand aus, dessen Eindruck er aber dann vollkommen abstrahiert.
„L'esclave mourant (nach Michelangelo)“ von Yves Klein wird mit € 35.000 – 50.000 taxiert. Trotz seiner kurzen Schaffensperiode von nur acht Jahren erstaunt Kleins breit gefächertes Repertoire immer wieder. Mit Klein assoziiert man dieses bestechende Ultramarinblau, einen Farbton, den er speziell entwickelte und auch patentieren ließ. Auch „La terre bleue“ (€20.000 – 35.000) strahlt in diesem Blau doppelt.Wer Skulpturen liebt hat die Auswahl zwischen Josef Pillhofers „Liegender Mann“ (€ 30.000 – 40.000), Andreas Urteils „Kleiner Wächter“ (€ 20.000 – 30.000), Wander Bertonis Hermaphrodit“
(€ 20.000 – 30.000)
1957 entstand Rudolf Hausners erstes Adam-Bild, das er immer wieder variierte. „Adam Baumeister“(€ 35.000 – 60.000) von 1979 erscheint klar, kühl und geheimnisvoll. Wer ist Adam? Wie hoch wird er gesteigert?Begehrt sind ebenfalls Hermann Nitschs Schüttbilder,von denen „Schüttbild mit Malhemd“ für € 40.000 – 70.000 angeboten wird.
Mit zwanzig Werken ist der Meister der Übermalung, Arnulf Rainer, vertreten und kann schon ab € 6.500 ersteigert werden.
Auch internationale Künstler wie Damien Hirst „Ohne Titel“
(€ 15.000 – 25.000) können im Kinsky erworben werden.
Jugendstil
Am 2. Dezember setzen wir um 17 Uhr unsere Dezember Auktion fort und tauchen in die Welt des Jugendstils ein. Dabei stehen Werke der Wiener Werkstätte, Wiener Keramik und Werkstätten Hagenauer sowie herausragende Vasen der Manufaktur Lötz im Rampenlicht.
Josef Hoffmann und die Wiener Werkstätte sind ein Muss jeder Jugendstil Auktion und sind auch dieses mal zahlreich vertreten. Die 1909 entstandene Karaffine "Essig-Öl-Karaffe" (€ 70.000 – 120.000) ist aus Silber mit Malachit verziert und mit WW gemarkt. Ein Tafelaufsatz (€ 90.000 – 150.000) von dem nur drei Stück produziert wurden, ein „Kaviarbehälter“ (€ 20.000 – 40.000) mit eingefasstem Opalglas, von dem nur zwei Exemplare existieren, oder ein Tintenset € 10.000 – 15.000, sind nur einige der außergewöhnlichen Objekte Josef Hoffmanns in dieser Auktion.
Michael Powolny ist ebenfalls mit mehreren Arbeiten vertreten. Äußerst selten jedoch ist der angebotene „Putto mit Kranz“ (€ 40.000 – 80.000). Ganz in Schwarz und Weiss gehalten kündet er vom Winter, im Gegensatz zum „Putto mit Trauben“ (€ 8.000 – 12.000), der noch in der Weinlese schwelgt oder dem „Putto mit Blumen“ (€ 7.000 – 15.000), der die Blumenpracht des Frühlings kaum fassen kann.
Für Begeisterung sorgt sicher auch der von Adolf Otto Holub entworfene „Tafelaufsatz“ (€ 20.000 – 40.000). Die formale Gestaltung und die gekonnte Verwendung der Materialien wie Silber, Lapislazuli und rote Halbedelsteine zeigen deutlich den Einfluss Josef Hoffmanns, bei dem Holub Architektur studierte.Die bis heute bestehenden Hagenauer Werkstätten waren ab den 20iger Jahren Hauptvertreter des Wiener Kunstgewerbes und standen in enger Verbindung zur Wiener Werkstätte. Dekoratives, wie das „Wildschwein“ (€ 2.000 – 3.000) wurden ebenso hergestellt wie auch Gebrauchsgegenstände. Die beiden „Kerzenleuchter“ (€ 9.000 – 12.000) sind als Paar selten.
Sehr selten angeboten wird auch das „Armband“ (€ 17.000 – 25.000) das nach einem Entwurf von Carl Otto Czeschka in der Wiener Werkstatt entstand. Nur drei Stücke existieren davon. Eines der mit Citrinen besetzten Schmuckstücke wurde 2003 in New York um 30.000 Euro versteigert.Des Weiteren ist das breit gefächerte Offert von 215 Jugendstilobjekten beachtlich. Dagobert Peche, Emile Gallé, Leopold Fortner, Kolo Moser, Josef Maria Olbrich, u. v. a. werden jeden Sammler und Liebhaber schöner und seltener Gegenstände begeistern. (IJG)
76. Kunstauktion
Dienstag, 1. Dezember 2009Klassische Moderne: Beginn 16 Uhr
Zeitgenössische Kunst: Beginn 18 Uhr
Mittwoch, 2. Dezember 2009
Jugendstil: Beginn 17 Uhr
Besichtigung
26. November bis 2. Dezember 2009
Wochentags 10 – 18 Uhr, Samstag 10 – 17 Uhr,
Sonntag 11 – 16 Uhr
Vernissage
Mittwoch, 25. November 2009, 18 – 20 Uhr
Vortrag: Prof. Peter Baum: „Herbert Boeckl. Identifikationsfigur der österreichischen Malerei im 20. Jahrhundert“
Für zusätzliche Informationen und Fotobestellung stehe ich ihnen gerne zur Verfügung:
Iris J. Gradenegger, Tel. +43 1 5324200-11,
e-mail: gradenegger@imkinsky.com


