Nachbericht zur Auktion AusZeit

Im Kinsky hisst die Weiße Fahne

Erst zum zweiten Mal seit 1945 gelang es in einer österreichischen Auktion, die Weiße Fahne für „alles verkauft!“ zu hissen. 2005 war es die Versteigerung anlässlich der Geschäftsauflösung von Michael Stoff, die im Kinsky zu diesem Erfolg führte. Nun brachte die Geschäftsauflösung von D & S Antiques das gleiche, überaus erfreuliche Ergebnis.

D & S Antiques wurde vor 30 Jahren von Brigitte Duschek und Kristian Scheed gegründet und ausgesprochen erfolgreich geführt. 30 Jahre lang waren die beiden Uhrenspezialisten Anlaufstelle für Sammler und Uhrenliebhaber aus aller Welt. Nun wurde im Auktionshaus im Kinsky das letzte Kapitel der Firmengeschichte geschrieben.

Die 343 antiken Zeitmesser, Bilder des 19. und 20. Jahrhunderts, Barock- und Biedermeiermöbel sowie Jugendstilobjekte spielten in der Auktion am 14. Mai 2009 einen Gesamtumsatz von 1,573.000 Euro ein.

Der berstend volle Auktionssaal ließ bereits vermuten, dass der Auktion ein großer Erfolg beschieden sein würde. Ein Barocktabernakelschrank erzielte € 35.400, ein süddeutscher Fassadenschrank € 18.100, ein oberösterreichischer Barockschrank gar € 42.500. Eine höfische Prunkuhr brachte
€ 37.500, ein klassizistischer Verwandlungstisch stieg von
€ 3.000 auf € 17.500. Hervorragend auch eine Empire Prunkuhr, die bei € 10.000 startete und mit€ 27.500 verkauft werden konnte.

Ein paar deutsche Biedermeier Kommoden verdreifachten den Ausrufpreis auf € 13.800, eine Bilderuhr von C. L. Hoffmeister erzielte mehr als € 31.000. Überaus erfreulich auch die
€ 25.000 für eine so genannte Laterndluhr. Ein zähes Bietgefecht bestimmte auch den Preisanstieg für zwei Marmorsockel von € 2.000 auf € 12.500.

Hervorragend nachgefragt waren auch die Bilder von Balthasar Wigand. „Die Schlacht bei Aspern“ kam mit € 25.000 auf des Fünffache des Ausrufpreises, in gleicher Weise wurde auch die "Rückkehr vom Simmeringer Wettrennen" (€ 10.600) gefeiert. Den Höchstpreis des Abends erzielte der frühe, und daher untypische „Listige Gnom“ von Albin Egger-Lienz mit € 56.000.

Nach dem fünfeinhalbstündigen Auktionsmarathon gab es Applaus – wohl gleichermaßen für Brigitte Duschek und Kristian Scheed wie auch für das Auktionsteam im Kinsky, das mit niedrigen Ausrufpreisen und dem weit gehenden Verzicht auf Limite das Interesse zahlreicher Bieter, die sich zuletzt etwas reserviert gezeigt hatten, generiert hatte. Aber wahrscheinlich war das die richtige Strategie für ein nicht ganz einfaches wirtschaftliches Umfeld.

Für zusätzliche Informationen und Fotobestellung stehe ich ihnen gerne zur Verfügung: Iris J. Gradenegger, Tel. +43 1 5324200-11, e-mail: gradenegger@imkinsky.com.

 

im Kinsky | Presse | Pressemitteilungen

im Kinsky Kunstauktionen