PRESSE-INFORMATION

Jubiläumsauktion am 24. Feb. 2009 - Nachbericht

Krise? Welche Krise, könnte man fragen. Im berstend vollen Auktionssaal erlöste die Jubiläumsauktion im Auktionshaus im Kinsky einen Umsatz von fast 5,6 Millionen Euro. Die Verkaufsrate lag bei 68 % (im Verhältnis zwischen unterem Schätzpreis und Meistbot sogar bei 76 %). Qualität (bei Kunst) besteht eben auch dann, wenn die äußeren Umstände äußerst nachteilig zu sein scheinen.

Es herrschte eine tolle Stimmung – und die führte fast zwangsläufig zu einer Fülle neuer Rekordpreise. Das Toplos, Max Oppenheimers„Geißelung“, erzielte trotz eines Ausfuhrverbotes (und es gab durchaus Kaufinteresse ausländischer Sammler) den Höchstpreis des Abends mit
€ 446.000 (Kaufpreis 557.500).

Ernst Klimt: Drei MusenDie höchste Steigerung erfuhren die „Drei Musen“ von Ernst Klimt, dem jüngeren, früh verstorbenen Bruder Gustav Klimts. Von € 18.000 wurde bis 190.000 gesteigert, was einen Kaufpreis von 237.500 ergibt – auch das natürlich ein Rekordpreis. Eine ähnlich hohe Wertsteigerung erfuhr auch Helene Funkes „Kiefern am Meer“, die statt der erwarteten€ 15.000 auf € 61.000 (76.250) gesteigert wurden.

Alfons Walde: AufstiegGanz ausgezeichnet war auch das Meistbot von € 215.000 (268.750) für ein verhältnismäßig kleines Gemälde von Alfons Waldes, „Aufstieg“. Und einen Rekordpreis gab es auch für das Stillleben von Herbert Ploberger, dem erst kürzlich wiederentdeckten neusachlichen Künstler mit € 100.000 (125.000).

Bei den Zeitgenossen schrieb den Höchstpreis Viktor Vasarely Für „Balaton“ wurden von Interessenten aus der ganzen Welt € 100.000 (125.000) geboten. Ähnlich gut auch Joannis Avramidis’ „Humanitätssäule“ mit € 80.000 (102.860) und Karl Prantls „Russische Stele“ (€ 90.000 / 112.964).

Ganz hervorragend schlug sich auch der Jugendstil. Josef Hoffmanns WW-Dose, geschätzt auf € 20.000 bis 35.000, konnte sich ein Bieter erst nach hartem Gefecht bei € 175.000 (€ 218.750) sichern. Auch ein Teeservice von Josef Hoffmann kostete den erfolgreichen Bieter mehr als € 100.000, nämlich € 101.250.

TapisserieDie Antiquitäten starteten ebenfalls mit einer Sensation: Eine beschnittene Tapisserie spielten sich sieben internationale Telefonbieter untereinander aus, € 70.000 (€ 87.500) ließ sich der Sieger das gute Stück schließlich kosten.

Angelika Kaufmanns Allegorien der Temperantia und der Justitia, das Flaggschiff bei den Alten Meistern, blieben mit € 200.000 aber unter den Erwartungen des Einbringers; der Zuschlag erfolgte unter Vorbehalt.

Zum Feiern bleibt im Kinsky freilich nicht viel Zeit. Schon wird die nächste Auktion vorbereitet, die eine hochklassige Sammlung Alter Meister und die Versteigerung des Antiquitätengeschäfts D & S Antiques in der Dorotheergasse aufzuweisen haben wird.

VORANKÜNDIGUNG

Die 73. Kunstauktion
Dienstag, 21. April 2009 ab 16 Uhr
Mittwoch, 22. April 2009 ab 15 Uhr

Vernissage
Mittwoch, 15. April 2009, 18 – 20 Uhr
Vortrag: Prof. Kristian P. Scheed, Uhrenexperte
„Geschichte der Wiener Uhr“

Für zusätzliche Informationen und Fotobestellung stehe ich ihnen gerne zur Verfügung: Iris J. Gradenegger, Tel. +43 1 5324200-11, e-mail: gradenegger@imkinsky.com .

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