PRESSE-INFORMATION
68. Kunstauktion: 15. und 16. April 2008

4 Millionen Euro Umsatz – das ist bereits jetzt, noch ehe die Antiquitäten (Auktion 16.4., 17.30 Uhr) versteigert wurden, 44 % mehr, als bei der vergleichbaren Auktion im Vorjahr erzielt wurde.

Ganz entscheidend für diesen Erfolg war natürlich das Meistbot von
€ 1,050.000 (Kaufpreis € 1,281.000) für Ferdinand Georg Waldmüllers „Guckkastenmann“, wenngleich dieser Zuschlag noch unter Vorbehalt erteilt werden musste; der Verkäufer hatte sich noch etwas mehr erwartet.

Bei den Bildern des 19. Jahrhunderts, die zum Ergebnis mit mehr als 2,4 Millionen Euro beitrugen, zeigte sich einmal öfter das selektive Verhalten der Bieter, was auch in der Verkaufsrate von 50 % zum Ausdruck kommt. Neben dem Waldmüller gab es aber eine ganze Reihe herausragender Zuschläge, etwa € 125.000 (155.000) für ein Apfelstillleben von Carl Schuch oder die „Kirsch- und Pfirsichblüte“ von Theodor von Hörmann mit
€ 100.000 (122.000). Auch Olga Wisinger-Florians „Großes Stillleben mit Gartenblumen“ schlug sich mit € 90.000 (105.300) ganz ausgezeichnet.

Bei den Alten Meistern überraschte eine Vedute des Arsenaleinganges eines Canaletto-Nachfolgers, die weit über die obere Schätzung auf € 66.000 (81.840) gesteigert wurde.

Am besten nachgefragt war einmal öfter die zeitgenössische Kunst, die bei einer Verkaufsrate von 64 % (nach Geld gar 96 %) 1,36 Millionen Euro beisteuerte. Vor allem die Arbeiten von Franz West erwiesen sich als sehr begehrt, sie verdoppelten und verdreifachten ihre Taxen bis zu Meistboten von € 42.000 (53.723) und 43.000 (55.002). Auch Gerhard Richters bemalte Langspielplatte reüssierte: Das Meistbot betrug € 21.000 (26.861).

Den höchsten Zuschlag erhielt hier freilich „Regentag in Siam“ von Friedensreich Hundertwasser. Das Bild des international erfolgreichsten österreichischen Künstlers nach 1945 wurde von 70.000 auf 150.000 Euro (186.000) gesteigert.

Giselbert Hokes riesiger „Tag und Nachflug“ aus einer großen österreichischen Sammlung vermochte die Taxe nahezu zu verdoppeln, der Hammer fiel erst bei € 62.000 (79.985). Ganz hervorragend ist auch der Preis für „Tod des Papstes“ von Walter Navratil, hier erfolgte der Zuschlag bei € 37.500 (46.500). Eine Überraschung bot „Mansarde“ von Wolfgang Herzig: € 26.500 (33.905) ist ein wirklich gutes Ergebnis.

Mit den Antiquitäten summierte sich der Umsatz der 68. Kunstauktion auf mehr als 4,5 Millionen Euro. Das ist gegenüber der vergleichbaren Vorjahresauktion ein Plus von 63 %.

Die Antiquitäten trugen zum Auktionsergebnis knapp € 520.000 bei einer Verkaufsrate von 54 % bei.

Ein geschnitzter Rahmen mit Meissenfiguren aus dem Besitz von Curt Goetz und Valerie von Martens erzielte € 12.400, ein 1638 datierter Habaner Krug wurde fast bis an seine obere Taxe gesteigert und kostete letztlich € 14.260. Zwei Kaufrufe aus Elfenbein ließ sich ein Bieter € 18.300 kosten, ein aus Buchsbaum geschnitzter so genannter Osterchristus verdoppelte auf 12.400.

Sehr begehrt war auch ein Salzburger Steinbockhorn-Deckelkrug, der um knapp über € 16.000 abgegeben werden konnte.

Die höchste Steigerung des Abends ereignete sich bei einem Paar Deckelterrinen von Christoph Jünger, die, geschätzt auf € 5.000 – 10.000, nach einem zähen Bietgefecht erst bei € 31.500 zugeschlagen wurden und den Käufer mehr als € 39.000 kosteten.

Eine sehr gute Steigerung erzielte auch ein prunkvolles Historismus-Emailhorn, das, seine Schätzung spielend übersteigernd, einen Preis von
€ 24.800 einbrachte.

Einen der höchsten Preise des Abends brachte eine Brüsseler Tapisserie, die um € 30.000 (37.200) zugeschlagen wurde.

Wie immer bei Antiquitäten-Auktionen sicherten sich ausländische Bieter ein gut Teil der Objekte.

Die nächste Auktion am 17. und 18. Juni wird Klassische Moderne, zeitgenössische Kunst und Jugendstil zum Thema haben. Ein kleiner Teil des Angebots wird schon bei der Messe Art Austria vom 14. bis 18. Mai im Museumsquartier zu sehen sein. Es ist dies die erste Messebeteiligung des Auktionshauses.

Für zusätzliche Informationen und Fotobestellungen steht Ihnen Frau Mag. Eva-Christina Tondolo jederzeit gerne zur Verfügung unter +43 1 532 42 00 – 11 oder tondolo@imkinsky.com

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